lisa wahlandt | brisa do mar
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lisa wahlandt | brisa do mar

DE-1200061

IN München

Lisa meets Mulo
Brisa do Mar

Ein Ohrenschmaus der ganz besonders feinen Sorte kommt einmal mehr aus dem gut sortierten Hause GLM.

Anschmiegsam und gefühlvoll, erotisch aber nicht verrucht, rund um sympathisch und auch sonst erstklassig, tollen Sängerin Lisa Wahlandt und Saxophonist Mulo Francel über den Strand und zaubern mitten in den tristen Winteralltag einen Hauch von Sommer und Sonne.

Swingender Samba und sensible Bossa Novas für ein besseres Leben. Danke dafür.

Jazzzeitung Regensburg
CD Tipp von Ursula Gaisa

Wärmende Brise vom Meer
Das musikalische Liebespaar Wahlandt-Francel mit neuer CD

Es gehört schon Mut dazu, mitten im kalten deutschen Winter eine CD mit dem Titel "Brisa do mar" und Neuinterpretationen brasilianischer Bossa Novas und Sambas unter´s Volk zu bringen. Doch wenn die Protagonisten Lisa Wahlandt und Mulo Francel heißen, kann man sich freuen. Die Sängerin und ihr kongenialer Partner an Saxophon, Klarinette, Vibraphon, Gitarre und Mandoline treffen mitten ins eingefrorne Herz und wecken mit einer sanften Meeresbrise Frühlingsgefühle.

Musikalisch ineinander verliebt sind die beiden bereits seit Anfang der 90er Jahre. Es folgte eine erste Zusammenarbeit mit der Band "Mind Games", nach deren Auflösung sich die Sängerin und der Saxophonist, der seit Jahren immens erfolgreich mit Quadro Nuevo auf Tour in ganz Europa ist, eher sporadisch musikalisch immer wieder zusammen tun - freundschaftlich verbunden sind sie seitdem immer.

Bei verschiedenen Treffen und Abendessen entdeckte man ein gemeinsame Passion: den Bossa Nova und Samba Brasiliens der 60er Jahre. Mulo Francel holte sich bereits im Alter von 13 Jahren die ersten Platten von Stan Getz aus Papas Schrank und Lisa war ebenfalls seit langem fasziniert vom Klang des Portugiesischen und diesen Rhythmen, die eine Leichtigkeit versprühen können, die dem kraftvollen amerikanischen Jazz und dem Ernst der euopäischen Musik oftmals fehlen.

So entstand 2002 die erste Samba-Bossa-Platte unter dem Titel "Bossa Nova Affair", an die "Brisa do Mar" nahtlos anschließt, wobei mit der Auswahl der Titel wieder eine gute Mischung aus Original-Kompositionen, eigenen Titeln und "umtonierten" Lieblingsnummern gelang.

Los geht's mit Lisa Wahlandts und Sven Fallers sehnsuchtsvollem Titelsong "Brisa do Mar", melancholische Cello- und Geigenklänge (Fanny Kammerlander, Peter Clemente) begleiten den Zuhörer in die warme Welt des Bossa.

"Biondina mi manchi" von Mulo Francel, D.D. Lowka (ebenfalls Quadro Nuevo) und Julie Francel bringt dann ein bisschen Schwung in die Sache.

Schön ist die Geschichte um den altmodischen Titel "Wenn ich an die denke", der mit englischem Text die CD abschließt: die Grundidee der Melodie lieferte ein gemeinsamer Freund aus Rom, Vincenzo Barbarlaga, der hier übrigens Akkordeon spielt. An einem lustigen Abend in der italienischen Hauptstadt wurde gelacht, Wein getrunken und alte italienische Lieder gesungen, und Barbarlaga spielte immer wieder diese Melodie, eine Reminiszenz an die 50er Jahre.

Der Text dazu, so Lisa Wahlandt "kam so über mich", und der kann sich hören lassen: "Wenn ich an dich denke wird mein Herz ganz leicht. Meine Knie werden schwammig und ganz weich. Deine Haut - süß wie Marzipan... Oh was hast du getan? Ahhhhh, Gänsehaut, wunderschön einfach instrumentiert mit Akkordeon, Mandoline, Klavier (Martin Kälberer) und Vibraphon. Und diese federleichte Stimme Lisa Wahlandts.

Der Rest sind Selbstläufer wie Burt Bacharachs "Close to you", "Samba d´Orfeo" von Louis Bonfa oder Bob Haymes "They say it´s spring". Mademoiselle (Henry Salvador) hörte die Sängerin bei Freunden in Frankreich. Und der Text von "Wenn ich an dich denke" ist auf Englisch auch gelungen: "When I think of you my heart grows soft and light,... Your skin sweet as marcipan. Oh, babe, what have you done.... Mmh, einfach lecker.

 

Meeresbrise

Es war einer dieser Nachmittage, die ruhig ein wenig länger dauern könnten. Lisa Wahlandt und Mulo Francel stellten ihr druckfrisches Album "Brisa do Mar" vor und es konnte sich wohl keiner der Gäste in der übervölkerten Lokalität am Lech dem Gefühl von Sonne und Strand, von Leichtlebigkeit und Freude am Dasein entziehen, das die beiden gemeinsam mit "Band" D.D. Lowka am Kontrabass verbreiteten.

Das Trio zeigte in der kurzen Stunde seine ganze leidenschaftliche Musikalität, ein wahnsinniges Gespür für Rhythmus sowie die professionelle Anpassung an die Räumlichkeiten und perfektes Aufeinander-eingespielt-Sein.

Lisa Wahlandt ist die kühle Rotblonde, unter deren Haut die Leidenschaft lodert und die sie mit ihrer unglaublichen Jazzstimme gebiert. Deutsch, französisch, englisch, portugiesisch - in jeder dieser Sprachen trifft Lisa Wahlandt das pulsierende Leben.

Ein Samstag an der Copacabana

Sie singt "Sábado em Copacabana" und die Licca Lounge verwandelt sich in eine Bar am Strand von Rio de Janeiro. Sie wärmt einen alten Marlene-Schlager auf und interpretiert ihn besser, als die Dietrich es jemals tat. "Ich fühle mich in jeder Sprache wohl", sagt die Jazzsängerin über sich selbst, "wichtig ist nur, das die Texte musikalisch und geschmeidig werden".

Mulo Francel sagt über Lisa Wahlandt: "Schon bei der ersten Begegnung mit ihr, während des Studiums "vor einigen Jahren", habe ich mir gewünscht, dass sie, wenn ich eine Band gründe, als Sängerin dabei ist." Musikalische Übereinstimmung ist die einfache Erklärung dafür.

Wie sich Wahlandts Stimme zwischen die Harmonien von Francels Saxophon schiebt, wie sie mit dem Instrument kokettiert, es mit den Rhythmen von Samba und Bossa Nova umgarnt, das ist Sinnlichkeit pur.

Landsberger Tagblatt
Romi Löbhard

 



..... zusammen mit einem illustren, vielköpfigen Konsortium von Musikern, das einen guten Teil der oberbayerischen, jazzorientierten Musikszene repräsentiert, legen sie nun ein neues Album vor, das in erste Linie eines ist: Strandurlaub für die Ohren.

Die Sängerin und der Saxophonist widmen sich darin hingebungs- wie ideenvoll ihrer immergrünen Liebe zur Musik der Großmeister der Leichtigkeit. Und die wohnen in Brasilien. Bossa Nova und Samba sind die wichtigsten stilistischen Ingredienzien. Dazu kommen sanfte Brisen vom Mittelmeer. Der großen Blaupause für die stilistisch so gelagerte Besetzung Saxofonist und Sängerin huldigten die beiden bereits vor gut zehn Jahren mit dem Album "Mind Games plays the Music of Stan Getz & Astrud Gilberto". Brisa do Mar" führt die Linie fort - und lässt sie noch ein Stück weiter aufblühen.

Dass Leichtigkeit mithin die schwierigste Kunst ist, zumindest wenn die gefährlichen Klippen von Kitsch und Belanglosigkeit wirklich umschifft werden sollen, das wissen die Könner. Francel und Wahlandt gelingt dies, gelingt diese Kunst in genau der Art, wie sie den originären Schöpfern der Bossa Nova gelang, einem Louis Bonfa, einem Dorival Caymmi. Die schönen Melodien brauchen einen kleinen Schuss Melancholie, die Stofflichkeit akustischer Instrumente, ausgefeilte aber nicht überproduzierte Arrangements, ein wenig Augenzwinkern. Und der Flirt wird unwiderstehlich. Lisa Wahlandt singt auf "Brisa do Mar" auf portugiesisch, englisch, französisch und deutsch. Neben zentralen Gemmen des Repertoires wie "Samba d´Orfeo" finden sich einige höchst gelungene Eigenkompositionen der beiden.
"Wenn ich an dich denke" knüpft dabei an die Traditionslinie des deutschen Schlagers an, die chansonnah ist und in der Setzung der Worte treffsicher. Mit "Mademoiselle" wird ein später Hit des großen französischen Chansonniers Henri Salvador mit neuer Strandkleidung versehen...

Dass sich Lisa Wahlandt und Mulo Francel seit langem kennen wirkt sich musikalisch in traumwandlerisch sicherem Zusammenklang aus, der sich dennoch anhört wie ein junger Flirt in Tönen. Der musikalische Cocktail ist ausgewogen, vitaminreich, macht beschwipst doch nicht besoffen. Der Sommer kann kommen.

Rosenheim, Thomas Kraus

 

Brisa do Mar (Wahlandt/Faller)
Biondina mi manchi (Francel/Lowka/Francel)
Sábado em Copacabana (Caymmi/Guinle)
Wenn ich an Dich denke (Barbalarga/Francel/Wahlandt)
Mademoiselle (Salvador/Dutronc/Garoux)
Doralice (Caymmi/Almeida)
Stay a while (Wahlandt)
Close to you (Bacharach/Hall)
Wonderland (Wahlandt)
They say it´s spring (Haymes/Clarke)
Amar voce (Lima/Massadas/Plopschi)
Samba d´Orfeo (Bonfa)
When I think of you (Barbalarga/Francel/Wahlandt)